Claudio Abbado dirigiert Mozart im Europakonzert 1991 aus Prag

01. Mai 1991
Europakonzert aus Prag

Berliner Philharmoniker
Claudio Abbado

Cheryl Studer, Bruno Canino

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Don Giovanni: Ouvertüre · »Crudele! Ah no, mio bene!« – »Non mi dir, bell’idol mio« (16 Min.)

    Cheryl Studer Sopran

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Symphonie Nr. 29 A-Dur KV 201 (25 Min.)

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    »Ch’io mi scordi di te?« – »Non temer, amato bene«, Rezitativ und Arie KV 505 (11 Min.)

    Cheryl Studer Sopran, Bruno Canino Klavier

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Symphonie Nr. 35 D-Dur KV 385 »Haffner-Symphonie« (23 Min.)

Mit diesem Konzert begründeten die Berliner Philharmoniker die schöne Tradition der Europakonzerte. Bis heute konzertiert das Orchester alljährlich am 1. Mai – dem Tag seiner Gründung im Jahr 1882 – an einem geschichtsträchtigen Ort in Europa, um an das gemeinsame kulturelle Erbe der Alten Welt zu erinnern. Das erste dieser Konzerte führte das Orchester und seinen Chefdirigenten Claudio Abbado 1991 nach Prag, wo mit einem Mozart-Programm der 200. Todestag des Komponisten begangen wurde.

Mozart selbst wäre mit der Entscheidung für Prag wahrscheinlich hoch zufrieden gewesen, denn hier hatte er die Anerkennung erhalten, die er bei der Obrigkeit in Salzburg und Wien so schmerzlich vermisste. Glücklich notierte er bei seinem ersten Prag-Besuch 1787, es werde in den Gassen »nichts gespielt, geblasen, gesungen und gepfiffen als – figaro«. Und so wundert es nicht, dass er seine nächste Oper Don Giovanni in Prag zur Uraufführung brachte, wo sie, so Mozart, »lautesten beyfall« erntete. Natürlich darf die Oper in diesem Europakonzert nicht fehlen. Als Donna Anna ist Cheryl Studer zu hören, die wenige Jahre zuvor nicht zuletzt mit dieser Partie den Grundstein ihrer Weltkarriere legte.

Vor allem die beiden Mozart-Symphonien dieses Konzerts zeigen, in welch spannender künstlerischen Phase die Berliner Philharmoniker sich damals befanden. Unüberhörbar ist der volle, elegant fließende Klang, den Herbert von Karajan über Jahrzehnte kultiviert hatte. Aber auch die Handschrift Abbados – seit anderthalb Jahren Karajans Nachfolger – offenbart sich bereits in einem Ausdruck federnder Italianità.

EuroArtsAufzeichnung aus dem Smetana-Saal, Prag

© 1991 EuroArts Music International

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